Heinrich Schickhardt war Architekt, Kartograph, Erfinder von Maschinen, Ingenieur, Stadtplaner. Er wurde 1558 in Herrenberg geboren. Die H├Ąlfte seines sehr arbeitsreichen Lebens war er im Auftrag seiner Dienstherren unterwegs gewesen, hatte geplant und gebaut, gezeichnet, entworfen, erfunden, katalogisiert und vieles mehr. Er hat nicht weniger als 50 Bauwerke geschaffen. Nicht umsonst wird und wurde er als "schw├Ąbischer Leonardo Da Vinci" bezeichnet.
Herzog Friedrich I. war ein Landesf├╝rst, der Sinn f├╝r Kunst und Architektur hatte. So gab er Schickhardt den Auftrag einen Renaissanceplatz nahe des Schlosses in Stuttgart zu schaffen. Daraus entstand der Schillerplatz, ein Zeugnis s├╝ddeutscher Sp├Ątrenaissance, der heute noch in beeindruckender Sch├Ânheit erhalten ist.
Heinrich Schickhardt hatte die Pl├Ąne f├╝r die "Neue Stadt" entworfen und er war es, der die Idee eines Winkelhakenbaus als L├Âsung f├╝r die in die Ecke gebaute Kirche hatte. So gesehen war der Grundriss der neuen Schlo├čkirche ein genialer Winkelzug des begnadeten schw├Ąbischen Baumeisters. Da├č er es mit seinem Herzog nicht immer leicht gehabt hatte, zeigt ein Ausspruch den er tat, als Herzog Friedrich I. gestorben war: "mein theurer Held ist gestorben...hat gar viel M├╝h'". Sicher auch eine Anspielung auf seine Entw├╝rfe f├╝r die "neue Stadt ob Sankt Christophstal". Die waren n├Ąmlich zun├Ąchst nicht gut genug. Erst der dritte Entwurf gefiel dem Herzog.
Kirche in Gr├╝nt...
Kirche in Gr├╝ntal


Zwischen Herzog Friedrich I. und Heinrich Schickhardt entstand, beg├╝nstigt durch zwei Italienreisen, ein enges Verh├Ąltnis. Bei diesen Reisen allerdings handelte es sich f├╝r Schickhardt keineswegs um Verg├╝gungsreisen. Er war eifrig bem├╝ht Skizzen von allerlei Bauten der italienischen Metropolen zu fertigen. Ebenso interessierten ihn mechanische Bauten aller Art. Alles wurde von ihm fein s├Ąuberlich festgehalten und skizziert. Dass er selbst im Laufe seines ungew├Âhnlich langen Lebens zu Ansehen und zu einem stattlichen Verm├Âgen gekommen war, beweist nicht zuletzt sein in der W├╝rttembergischen Landesbibliothek verwahrtes Inventar, ein Nachschlagwerk mit ├╝ber 2000 Dokumenten.

Hier einige interessante links zu Heinrich Schickhardt:









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