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Die Stadt ob Sankt Christophstal, so wurde Freudenstadt genannt, ehe der Herzog ihr im Jahre 1601 den Namen Freudenstadt gab. K├╝hn sein Plan und Vorhaben, hier auf einer H├Âhe von 740 Metern eine Stadt zu erbauen. Schnell aber wuchs die neue Stadt, nach zwei Jahren z├Ąhlte man in Freudenstadt bereits 3000 Einwohner. Und so wurde aus des Herzogs pers├Ânlichem Schmuckst├╝ck alsbald die heimliche Hauptstadt W├╝rttembergs im Schwarzwald.
Rathausbrunnen ...
Rathausbrunnen ┬ę Martin Helmecke
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Die Geschichte der jungen Bergstadt ├╝berm Christophstal ist vom Anbeginn gepr├Ągt von den Einfl├╝ssen w├╝rttembergischer, deutscher, ja europ├Ąischer Politik. Der Stadtgr├╝nder Herzog Friedrich I. sah im Bau seiner Residenzstadt Freudenstadt im Jahre 1599 bereits die kommende Hauptstadt seines Herzogtums W├╝rttemberg im Zentrum Europas. Ein Bollwerk des Protestantismus gegen├╝ber der┬áhabsburgischen Gro├čmacht.┬áNach seinem Tod 1608 blieben seine Pl├Ąne┬áunvollendet, denn es war nicht zum Bau des Schlo├čes und damit zur neuen Residenz im f├Ârchtigen Wald gekommen. Freudenstadt blieb fortan zwar Oberamstadt, litt jedoch wie alle anderen Regionen W├╝rttembergs schwer unter den Lasten des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges (1618 - 1648). Von diesen Verw├╝stungen erholte sich die Stadt im Nordschwarzwald nur allm├Ąhlich wieder.

Die Jahre zwischen 1648 - 1877

Es folgten Jahre, in denen sich die Freudenst├Ądter mehr schlecht als recht als Tuchmacher und Nagelschmiede sowie als Schankwirte f├╝r die Durchreisenden ins Badische oder ins Neckartal ein kleines doch ausreichendes Leben sicherten. Alsbald folgten die Jahre der Neuordnung Europas unter Napoleon, die Revolution auch in Deutschland, selbst in Freudenstadt. Frankreich, noch in den Jahren unter Herzog Friedrich I. eng mit W├╝rttemberg in Freundschaft verbunden, wurde nun zum Erbfeind deutscher Politik. Das ehemals w├╝rttembergische S├╝delsass zum Zankapfel eines unerbittlichen Streits, der in den beiden Weltkriege m├╝ndete. Die Zerst├Ârung Freudenstadts in jenen schicksalshaften letzten Kriegstagen im April 1945 war der H├Âhepunkt der Zerst├Ârungswut. Ihr fiel die gesamte Innenstadt Freudenstadts zum Opfer. Das Ende von "Alt-Freudenstadt".

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ab 1877 kommt die Kur nach Freudenstadt

Mit dem neuen Stadtschulthei├č Hartranft (Amtszeit: 1877 - 1919) begann f├╝r Freudenstadt ab 1877 eine neue Epoche. Beg├╝nstigt durch den Anschlu├č an den Bahnverkehr mit Stuttgart und in die andere Richtung nach Karlsruhe sowie durch die technischen Neuerungen wie Elektrizit├Ąt, erfand sich Freudenstadt als Kurstadt. Die Sommer- und die Winterfrischler kamen jetzt in den Schwarzwald nach Freudenstadt der guten Luft wegen. Der badische Heimatdichter Hans-Jakob schrieb bei seinen Reisen durch Freudenstadt "alles vermittelt den Eindruck einer Kurstadt h├Âchsten Ranges".









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