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Das "neue" Freudenstadt wird auch das "Wunder von Freudenstadt" genannt. Denn wieder einmal musste die Stadt aufgebaut werden. In diesen Wiederaufbaujahren zwischen 1947 und 1954 bekam der Marktplatz und die Innenstadt ihr neues Gesicht. Erfreulicherweise wurde nach langen Diskussionen der historische Stadtkern, also das M├╝hlespiel, beibehalten und den Erfordernissen moderner St├Ądteplanung angepa├čt.
Wieder einmal zeichnete ein herausragender Architekt verantwortlich f├╝r den respektvollen Umgang mit dem historischen Erbe. Professor Ludwig Schweizer entstammte der sogenannten Stuttgarter Schule. Lehrer und Vorbilder waren Paul Schmitthenner und Paul Bonatz (Stuttgarter Hauptbahnhof). Mit seiner Neugestaltung des Marktplatzes sowie der neu zu bauenden wichtigen st├Ądtischen Geb├Ąude wie des Rathauses, des Stadthauses und des Kurhauses, pr├Ągte er das Neue Freudenstadt.
Auch der ehemals so florierende Kurbetrieb Anfang des 20. Jahrhunderts nahm wieder an Fahrt auf. Das "Nizza vom Schwarzwald",┬áwie Freudenstadt in den┬áJahren der┬áBelle Epoche genannt wurde┬áwurde bald wieder als Kurstadt ersten Ranges gehandelt.┬áUnd bald schon erreichte man wieder die stattliche Anzahl von ├╝ber einer Million ├ťbernachtungen im Jahr.

Doch die Hochzeiten der Kur w├Ąhrten dann nur noch bis hinein in die Siebziger Jahre. Die Kur wurde zum Auslaufmodell, die Krankenkassen zogen sich zur├╝ck aus dem "Modell" Kur. Das in den Sechziger Jahren am Stadtrand von Freudenstadt entstandene Kurmittelhaus mit allen gesundheitsf├Ârdernden Einrichtungen wie Wassergymnastik und weiteren Anwendungen fiel den K├╝rzungen zum Opfer und wurde in den Neunziger Jahren geschlossen. Der Schwarzwald war nun ├╝berdies nicht mehr schlechthin das Ziel und Sinnbild f├╝r den Urlaub im eigenen Land. Man suchte das Gl├╝ck in der Ferne. So endete die Geschichte der Kur in Freudenstadt und mit ihr die Zeit der mond├Ąnen Grandhotels. Heute ist alles anders. Die G├Ąste kommen zwar wieder in den Schwarzwald, denn der liegt wieder im Trend. Allerdings muss sich Freudenstadt auf dem hart umk├Ąmpften Tourismusmarkt gegen andere attraktive Regionen des Schwarzwalds behaupten.

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Die G├Ąste, die heute nach Freudenstadt kommen, suchen ein an ihre Bed├╝rfnisse angepasstes Ferienpaket. Familien suchen Freizeitspa├č. Hier ist das Panoramabad sehr beliebt und bietet mit vielf├Ąltigen Attraktionen wie zwei gro├čen Rutschen und dem neu angegliederten Freibad ein ├╝berregional bekanntes Ziel f├╝r Gro├č und Klein.
Auf der anderen Seite suchen Paare eher die Wellness. Hier gibt es eine gro├če Auswahl guter Hotels f├╝r den kleinen bis gro├čen Geldbeutel. Die richtig gro├čen Hotels im Range der einstigen Grandhotels sind aber eher im Murgtal anzutreffen. Die F├╝nfsternehotels wie die Traube Tonbach oder das Hotel Bareiss in Mitteltal.
Kulturreisende wandeln eher auf geschichtlichen Pfaden und hier speziell auf dem gro├čen Marktplatz. Da bietet die Evangelische Stadtkirche gen├╝gend Stoff an Geschichte und Kunstsch├Ątzen.
Wer Wandern oder Radfahren will und die Natur liebt ist in Freudenstadt sowieso bestens aufgehoben. Denn das ist und bleibt Freudenstadts Markenzeichen. Die gute Luft!!!







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