Fremde gehören seit je her ins Stadtbild Freudenstadts. Seien es Zugereiste oder Zugezogene. Frei nach dem Motto von Karl Valentin: "Fremd ist der Fremde nur in der Fremde".
Wann hört das Fremdsein auf? In der vierten, fünften oder sechsten Generation? Freudenstadt ist ein Beispiel für Vielfalt - von Anfang an.

Der Geist dieser Stadt war und ist eng verbunden mit dem "Spirit" ihres Gründers. Herzog Friedrich war schon damals vor über 400 Jahren ein Europäer, der an eine friedliche Koexistenz zwischen den Fürstentümern glaubte. Sein Wirken beschränkte sich dabei nicht nur auf den Bereich des Südwestens im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Er war bestrebt mit den Großmächten der damaligen Zeit in Freundschaft verbunden zu sein. Dies gelang ihm vor allem mit Frankreich. Zu dessen König Heinrich IV. hatte er sogar eine freundschaftliche Beziehung. Der gute alte Freund der französischen Krone wie ihn Heinrich IV. bezeichnete. Die Auszeichnungen, die er für sein Wirken erhielt belegen den Erfolg seiner Bemühungen. Er erhielt sowohl den französischen Michaelsorden als auch den englischen Hosenbandorden.

Und so schließt sich ein Kreis, wenn man so will. Das Erbe, das die Nachfahren der Stadt des Herzogs angetreten haben, zeugt auch heute noch von einer "Weltoffenheit". Denn wie sagte schon der "alte" Stadtschultheiß Hartranft vor über 100 Jahren: "Der Verkehr mit Fremden ist nicht unbedeutend!".

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